Auch im Altersport geht es beim Besuch im Fitnessstudio um das primäre Wachstum der Muskelmasse und der Stabilisierung der Gelenke und Knochen, jedoch nicht primär um besser auszusehen, sondern um gesundheitliche Aspekte des Krafttrainings zu erzielen.
Ab dem 30. Lebensjahr kommt es bereits zu einem Abbau der muskulären Körpermasse (Katabolismus). Grob geschätzt kommt es pro Lebensjahrzehnt um ein Abbau von rund 3%. Ab den 60. Lebensjahr sogar um bis zu 10 Prozent.
Ein gezieltes Training der Muskulatur kann diesem biologischen Absinken der Muskulatur entgegenwirken. Durch ein adäquates Krafttraining werden Erkrankungen wie Osteoporose, Arteriosklerose, Bluthochdruck und Adipositas vorgebeugt und Schädigungen zum Teil regeneriert.
Im höheren Alter kommt es durch den kontinuierlichen Abbau der Muskelmasse zu immer häufigeren Problemen bei der Bewältigung von Alltagssituationen. Sei es der Einkauf im Supermarkt, Treppensteigen oder selbstständiges Handeln, um nur einige zu nennen. Die Kräftigung der Muskulatur sollte daher immer rein aus einem funktionalen Gesichtspunkt gesehen werden.
Beispiel: Das Training der vorderen Oberschenkelmuskulatur (M. quadrizeps femoris) kann durch die Übung des Beinstreckens erfolgen. Dabei erfolgt eine Streckung im Kniegelenk. Dieser Muskel wird jedoch in der Alltagsmotorik niemals auf diese Weise kontrahiert. Es kommt vielmehr zu einer Beugung im Hüftgelenk (z.B. Aufstehen vom Stuhl). Sinnvoller wäre es daher, den Muskel mit Hilfe der Beinpresse zu trainieren oder wenn es die Bewegungskoordination zulässt durch Kniebeugen.
Die anatomische und dynamische Struktur der Krafttrainingübungen immer beachten.